Aktueller Bericht
Osteoporose - ein Knochenräuber, den Mann oder Frau oft nicht bemerken!
Studien und Berichte zeichnen ein markantes Bild ca. 7-8 Mio. Menschen in Deutschland, etwa eine ¾ Mio. Menschen in Österreich und deutlich über 300.000 Menschen in der Schweiz sind an Osteoporose, eine der häufigsten Knochenerkrankungen, erkrankt.
Der erste Österreichische Osteoporosebericht (Teil I, Teil II, Teil III) geht davon aus, dass etwa 740 000 der über 50-jährigen Österreicher* an Osteoporose erkrankt sind, davon etwa 617 000 Frauen. Nach Schätzungen jede dritte Frau und jeder sechste Mann. Osteoporose ist beileibe keine Frauenkrankheit, sondern auch Männer sind betroffen.
Rund 16.500 Personen erleiden in Folge der Osteoporose eine hüftgelenksnahe Fraktur. Rund 20 Prozent der Betroffenen versterben an der Fraktur oder innerhalb des ersten Jahres nach der Fraktur.
Bei Männern tritt vor allem die sekundäre Osteoporose (d. h. eine Osteoporose aufgrund von Krankheit oder Medikamenteneinnahme) deutlich häufiger auf als bei Frauen. Meist sind Alkoholmissbrauch, eine Behandlung mit Glukokortikoiden und der Hypogonadismus die häufigsten sekundären Osteoporoseursachen.
Die österreichische „Initiative Lebensbasisknochen" sagt mit der Aktion „OSTEOPOROSE SCHÄDIGT DIE BASIS" der Krankheit den Kampf an.
Für die Schweiz (ca. 7,5 Mio. Einwohner) geht man bei vergleichbarem Lebensalter von ca. 300.000 Betroffenen aus. Zur Behandlung der Krankheit und ihrer Folgen etwa 600.000 Krankenhaustage in Schweizer Spitälern sind notwendig.
Ökonomische und gesellschaftliche Folgen der Volkskrankheit Osteoporose.
Generell schätzen die Gesundheitsexperten, dass bis zum Jahre 2050 doppelt soviel Menschen wie bisher an Osteoporose erkranken. Gesundheitsökonomen schätzen, dass sich die Osteoporose bedingten Kosten sowohl für Europa als auch für die einzelnen Länder verdoppeln werden.
Für die EU bedeutet dies einen Anstieg der Kosten von 40 Milliarden (2000) auf fast 80 Milliarden Euro (2050). Medizinisch, gesellschaftlich und volkswirtschaftlich ist die Krankheit Osteoporose eine der großen Herausforderungen der nächsten Jahre.
Quellen: IGES, Erster Österreichischer Osteoporosebericht 2007, OsteoSwiss/NZZ, WHO
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