Das seit 2003 in Deutschland zur Behandlung von Osteoporose zugelassene Medikament Teriparatid lässt gebrochene Knochen schneller heilen.
US-Forscher unter Leitung von Prof. Edward Puzas entdeckten, dass ein eigentlich für die Behandlung von Osteoporose eingesetztes Medikament Knochenbrüche ungewöhnlich schnell heilen lässt.
Soeben veröffentlichte Studiendaten zeigen, dass eine Infusion einmal pro Jahr mit Zoledronsäure die Knochenmineraldichte deutlicher erhöht als die gegenwärtige Standardtherapie mit einmal pro Tag oral verabreichten Bisphosphonaten. Therapietreue: In Studien konnte nachgewiesen werden, dass die Gabe von oralen Bisphosphonaten die Knochenmineraldichte erhöht und das Knochenbruchrisiko verringert. In Abhängigkeit der Compliance der ärztlich verordeten Therapie fallen die Ergebnisse ggf. schlechter aus.
DXA-Messung bleibt bei Osteoporose Standard. Die Messung der Knochendichte ist wichtig zur Ermittlung des Frakturrisikos.
Das aktuelle Positionspapier zu Diagnostik und Management der postmenopausalen Osteoporose versteht sich als europäische Überarbeitung der Leitlinien der International Osteoporosis Foundation (IOF) aus dem Jahre 1997.
Osteoporose Leitlinienentwurf online! In Deutschland leiden 7,8 Millionen Erkrankte an der Volkskrankheit Osteoporose (Bone-Eva Studie, IGES).
Vor allem für Frauen nach den Wechseljahren sind die Folgen oft schwerwiegend. Osteoporotische Frakturen können bei den betroffenen Patienten zu Folge-Frakturen, Invalidität, Pflegebedürftigkeit und verkürzter Lebenserwartung führen.
Finanzen
Novartis leidet unter starkem Dollar
Zwar wachsen die Umsätze in Lokalwährungen, doch die feste US-Devise macht dem Schweizer Konzern schwer zu schaffen.
Für 2009 rechnet Unternehmenschef Vasella beim aktuellen Kursniveau nicht länger mit einem Rekordgewinn. Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat im ersten Quartal weniger Gewinn erzielt als im Vorjahreszeitraum. Gründe waren Währungsbelastungen und die Finanzierungskosten für die Milliardenübernahme des Augenheilmittel-Herstellers Alcon.Bereits im Abschluss des ersten Quartals hinterließ die Stärke der US-Währung ihre Spuren und der Reingewinn sank um 14 Prozent auf 1,98 Mrd. $. Der Baseler Arzneimittelhersteller verdiente damit allerdings noch besser als von Analysten erwartet.
Der Nettoumsatz verminderte sich nach Angaben von Novartis in den ersten drei Monaten um zwei Prozent auf 9,71 Mrd $. In der wichtigsten Geschäftssparte Pharma stiegen die Erlöse dank weiter anziehender Verkäufe von wichtigen Medikamenten wie dem Blutdrucksenker Diovan oder dem Leukämiemittel Glivec um drei Prozent auf 6,43 Mrd. $.
In Lokalwährungen gerechnet ergab sich im Konzern ein Umsatzplus von acht Prozent und bei Pharma ein Zuwachs von zwölf Prozent. Novartis bekräftigte, dass der Konzernumsatz im ganzen Jahr in Lokalwährungen im mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen soll und der Pharma-Umsatz im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich.
Novartis hatte bereits im Februar gewarnt, dass negative Währungseffekte und der starke Dollar im ersten Quartal acht bis zehn Prozentpunkte des Gewinnwachstums kosten dürften. "Die unsichere Wirtschaftslage und die Volatilität der Devisenmärkte zwingen uns, unsere Produktivität weiter zu steigern und die Kosten zu kontrollieren", sagte Konzernchef Daniel Vasella. "Für 2009 verfolgen wir weiterhin das Ziel, unter Ausschluss von Währungseffekten wiederum Rekordwerte des zugrunde liegenden Nettoumsatzes und Gewinns zu erwirtschaften."
Analysten hatten mit 1,88 Mrd. $ Quartalsgewinn gerechnet. Der Konzernumsatz war auf 9,73 Mrd $ und der Pharma-Umsatz auf 6,36 Mrd. $ geschätzt worden.
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Hintergrund
Warum Pharma auf Fusionen setzt
Hohe Entwicklungskosten, gedeckelte Gesundheitsausgaben und natürlich die Krise – Pharmakonzerne müssen effizienter werden und setzen dabei auf Übernahmen.
Schließlich verfügt die Branche über genügend Liquidität, um diese Geschäfte finanzieren. Besonders die steigenden Entwicklungskosten sind Treiber von Fusionen. Hinzu kommt, dass immer mehr Staaten die Ausgaben ihrer Gesundheitssysteme deckeln. So leiden die Konzerne zwar auch unter der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise, doch noch wesentlich mehr unter der wachsenden Konkurrenz durch Hersteller von billigeren Nachahmer-Medikamenten (Generika). Diese Unternehmen dürfen die günstigen Nachahmerpräparate auf den Markt bringen, sobald die Patente für die Originale auslaufen. Die Kosten für Forschung und Entwicklung der Arzneien tragen aber die Hersteller des Originalmedikaments.Größe und Marktmacht. Denn Pharmaunternehmen müssen immer effizienter werden. So sind fast alle bekannten Pharmariesen des Marktes wie Pfizer, AstraZeneca, GlaxoSmithKline und Sanofi-Aventis durch Fusionen entstanden.
Übernahmen gebremst. In der jüngsten Vergangenheit wurden Übernahmen vor allem durch die hohen Aktienbewertungen der Unternehmen gebremst. Die Konzerne hatten sich daher auf kleinere Übernahmen und auf Partnerschaften konzentriert. Doch als Ende Januar der Branchenprimus Pfizer zur Übernahme des Biotechnologie-Spezialisten Wyeth im Gesamtwert von 68 Mrd. $ angesetzt hatte, war dies ein Startsignal für die Branche.
Im Gegensatz zu den restlichen Industriezweigen verfügen viele Pharmakonzerne noch genügend liquide Mittel, mit denen solche Fusionen finanziert werden könnten.
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