AOK erteilt Zuschläge für weitere 40 Wirkstoffe. Die neuen AOK-Arznei-Rabattverträge kommen auf Hochtouren. Laut Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvize der AOK Baden-Württemberg und Chefunterhändler der bundesweiten AOK-Arznei-Rabattverträge, konnten nunmehr 245 Einzelverträge mit insgesamt 19 Vertragspartnern geschlossen werden.
Das Landgericht München hat nach mündlicher Verhandlung mitgeteilt, dass es in der kostenlosen Abgabe von werbefinanzierten Arzneimitteldatenbanken an niedergelassene Ärzte das Risiko einer unzulässigen Beeinflussung der Ärzteschaft sieht.
Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat im ersten Quartal beim Umsatz zugelegt. Die Erlöse stiegen um sieben Prozent auf 11,6 Milliarden Franken (rund 7,7 Milliarden Euro), wie das Unternehmen in Basel mitteilte.
Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) hat den Beitrag des ZDF-Magazin „Frontal 21“ zum so genannten Werbeverbot für die pharmazeutische Industrie scharf kritisiert und der Redaktion „Tatsachenverdrehung“ vorgeworfen: „‚Frontal 21’ verwechselt Werbung und Information“ so der BPI.
PHARMAZEUTISCHE INDUSTRIE
Pharma
Hier finden sich Informationen über Verbände, Unternehmungen, Entwicklungen, Produkte, Veröffentlichungen, klinische Studien und Kongresse. Der Focus liegt dabei auf der Osteologie. Und über Erfolge in Klinik und Forschung und Perspektiven. Wohlwollend. Kritisch. Unabhängig.
Aber auch über Entwicklungen in Unternehmen und zwischen Unternehmungen, durchaus auch mal aus Sicht der Finanzen. Über unterschiedliche Interessen, Krankenkassen, G-BA und IQWiG einerseits, Industrie und Ihre Verbände andererseits.Wir beziehen Position: zur Information
Die unterschiedlichen Argumente abwägend, sind wir uns sicher: es ist richtig, die gegenwärtige EU Initiative, künftig auch über verschreibungspflichtige Präparate zu informieren, zu unterstützen. Diese Initiative ist richtig.
Information
Er ist richtig, gerade heute, sich im Bedarfsfalle unkompliziert über Namen von Medikamenten und ihre Wirkstoffe, über Wirkung und Nebenwirkung, die kurzfristigen Erfolge und etwaige Spätfolgen –unabhängig von ganz unterschiedlichen Therapieansätzen und ärztlich/medizinischen Überlegungen- frei zugänglich und unbeeinflusst informieren zu können und sich durchaus auch „einen eigenen Eindruck“ zu verschaffen.
Wer gar selbst chronisch erkrankt ist oder entsprechende Verantwortung hat, bildet sich gewiss ein eigenes Urteil. Der Patient ist mündig, informiert sich bei oder mit seinem Arzt. Er holt auch eine weitere, zweite Meinung ein, gerade dann, wenn er -teilweise jahre-/lebenslang- Medikamente nimmt. Wissen ist keine Holschuld mehr!
Medzin und Finanzen
AMGEN: Klinische Studien für neues Osteoporose Medikament verlaufen vielversprechend
Das neue Medikament gegen Osteoporose scheint ein Erfolg zu werden. Die amerikanische Zulassungbehörde (FDA) hat den Zulassungsantrag akzeptiert.
Die positive Unternehmensentwicklung des weltgrößten Biotechkonzerns Amgen in der jüngsten Zeit könnte so weitergehen.Wirtschaftliche Entwicklung
Noch vor einem Jahr hatten sich Anleger Sorgen um die Zukunft des Biotechkonzerns gemacht. Amgens Blockbustern (weltweiter Umsatz 1 Mrd. US Dollar pro Medikament) Aranesp und Epogen hatte aufgrund von gefährlichen Nebenwirkungen zeitweise der Verkaufsstopp gedroht. Dazu war es jedoch nicht gekommen, die Behörden hatten jedoch die Auflagen deutlich verschärft. Der Umsatzrückgang bei Aranesp wurde durch Zuwächse bei Enbrel mehr als kompensiert. Seit 2008 hat der Kurs deutlich zugelegt.
Medikament DenusomabDenosumab reduziert das Risiko von Frakturen der Wirbelsäule bei Frauen mit Osteoporose im dreijährigen Studienzeitraum um 68 Prozent. Das ist die Hauptaussage einer Placebo kontrollierten Studie, die am 16.09.2008 auf der Jahrestagung der American Society for Bone and Mineral Research in Montreal (ASBMR) präsentiert wurde. Studie FREEDOM: 7868 Frauen im Alter von 60-90 Jahren, 214 klinische Zentren in 32 Ländern, die alle Osteoporose hatten.
Viele Frauen brechen die Einnahme von Osteoporose Medikamenten ab, weil sie die Einnahme vergessen oder diese zu beschwerlich ist. Neuere Medikamente wie Aclasta (1 x jährliche Infusion) oder auch Bonviva (1 x monatlich) können in wesentlich größeren Therapieintervallen eingenommen werden. Denosumab wird zweimal pro Jahr gespritzt.
Perspektive
Ende 2008 hat Amgen den Zulassungsantrag für Denosumab (ein RANK-Ligand Inhibitor), bei der amerikanischen Zulassungsbehörde FDA eingereicht. Es wird die Zulassung für die Behandlung und Prävention (Vorbeugung) der postmenopausalen Osteoporose bei Frauen sowie die Behandlung und Prävention (Vorbeugung) von Knochenverlust bei Patienten mit hormonablativer Therapie bei Prostatakarzinom und Brustkrebs angestrebt.
Der Zulassungsantrag beinhaltet Daten aus sechs klinischen Phase-3-Studien mit mehr als 11.000 Patienten. Laut der offiziellen Pressemeldung von Amgen ist die Entscheidung über Denosumab für den 19. Oktober 2009 zu erwarten. Weitere Zulassungsanträge für Denosumab sind in der EU, Kanada, Schweiz und Australien gestellt.
Der geschätzte Jahresumsatz: 3 - 5 Mrd Dollar. Der Biotechnologiekonzern Amgen
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