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Medikamente
Medikamente sind wichtiger Bestandteil in Vorbeugung und Therapie der Osteoporose. Wichtige Gruppen von Medikamenten und deren Wirkungsweise werden nachfolgend beschrieben.

Bisphosphonate
Osteoklasten sind die Zellen, die bei dem permanenten Umbauprozess im Knochen die Aufgabe des Abbaus haben. Bisphosphonate hemmen die Funktion genau dieser Zellen und wirken so dem Knochenabbau entgegen. Die Behandlung mit diesen Medikamenten erhöht die Knochendichte und senkt die Häufigkeit von Frakturen. Bisphosphonate gelten heute als Standardtherapie bei Osteoporose.
SERMs (Selektive Östrogen-Rezeptor-Modulatoren)
Obwohl es sich bei den SERMs nicht um Östrogene handelt, entfalten sie an den Östrogen-Rezeptoren im Bereich der Knochen die gleiche Wirkung wie das wichtigste weibliche Sexualhormon. Das heißt, sie hemmen die Osteoklasten und wirken damit dem Knochenabbau entgegen. Der Vorteil dieser Behandlung gegenüber der Hormonersatztherapie mit Östrogenen besteht darin, dass sie in erster Linie an den Knochen stimulierend wirkt und weniger an Brustgewebe und Gebärmutterschleimhaut und das Brustkrebsrisiko senken.
Strontiumranelat
Dieses Medikament hemmt die knochenabbauenden Osteoklasten und fördert die Herstellung und Aktivität der knochenaufbauenden Osteoblasten. Durch diese zweifache Wirkung führt Strontiumranelat zu einer Erhöhung der Knochenmasse. Als knochenaffines Erdalkalimetall kann es sich anstelle von Kalzium im Knochen einlagern.
Parathormon (PTH)
Das von den Nebenschilddrüsen hergestellte Parathormon aktiviert die knochenaufbauenden Osteoblasten. Wie Studien zeigen, nimmt bei Osteoporose-Patienten bei medikamentöser Gabe von Parathormon der Phosphatgehalt ab, die Knochenmasse zu und das Frakturrisiko sinkt.
Weibliche Sexualhormone/Hormonersatztherapie (HET)
Östrogene wirken dem Knochenabbau entgegen. Daher erhöht der nach den Wechseljahren erniedrigte Östrogenspiegel das Osteoporose-Risiko. Bei der Hormonersatztherapie bekommen Frauen Östrogene in Kombination mit Gestagenen (zum Schutz der Gebärmutter). An den Knochen haben Östrogene nahezu die gleichen Effekte wie die SERMs. Sie hemmen die Osteoklasten und verringern so das Abnehmen der Knochendichte. Allerdings ist die dauerhafte Behandlung mit Östrogen mit gewissen Risiken behaftet. Daher gilt die Hormonersatztherapie heute nicht mehr als Therapie der ersten Wahl bei Osteoporose.
Medikamente
Arzneimitteldatenbanken
Nachfolgende interessante Links. Auswertungen sind möglich nach Preis, nach Zuzahlung bzw. Eigenanteil, ob die Medikamente rezeptfrei zu erhalten sind und welche Wirkstoffe sie enthalten.
Die Arzneimitteldatenbank ifapamico® für Fachkreise und Verbraucher enthält Informationen zu ca. 45.000 rezeptfreien Arzneimitteln, einschließlich Phytopharmaka und Präparaten der besonderen Therapierichtungen (Homöopathie und Anthroposophie) sowie zu ca. 65.000 verschreibungspflichtigen Medikamenten. Die Daten werden alle 2 Wochen aktualisiert. ifap.de
Netdoktor bietet neben der Arzneimitteldatenbank Informationen zu Themen wie Wechselwirkungen von Medikamenten, Gegenanzeigen, Placebo usw. und erklärt Begriffe rund ums Medikament. Netdoktor hat Versandapotheken nach Sortimenten, Lieferkonditionen, Zertifizierung und Abrechnungsmodus gefragt.
Eine Servicedatenbank der Bad Heilbrunner Naturheilmittel GmbH liefert vielfältige Informationen zu Themenbereichen Selbstmedikation, Heilpflanzen, Gesundheit und Umwelt.
Politik
Informationsverbot für verschreibungspflichtige Arzneimittel soll fallen
Die EU Kommission will Arzneimittelherstellern künftig erlauben, sich mit Informationen über ihre Produkte an Patienten zu wenden, so der EU Richtlinienvorschlag. „Die Menschen sollen optimal über das Arzneimittel- und Therapieangebot informiert werden", so Günter Verheugen (SPD), EU-Industriekommissar.
"Die pharmazeutische Industrie verfügt über wichtige Informationen zu ihren Arzneimitteln, die zunehmend auch von Patienten nachgefragt werden", sagte Professorin Barbara Sickmüller vom Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie und signalisiert Zustimmung.Heftige Kritik kommt von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) „Der Arzt entscheidet über die optimale Arzneimitteltherapie. Die Information der Patienten ist wichtig - aber eine Bewerbung verschreibungspflichtiger Medikamente in einer Illustrierten ist dafür nicht der richtige Weg", so Heinz-Günter Wolf, Präsident der ABDA. Die GKV schlägt unterdessen vor, den Verbraucherschutz über zielgruppengerichtete Informationen durch unabhängige Einrichtungen wie das deutsche IQWiG (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen) zu verbessern. (KBV Kompakt, 10.12.2008)
Informationen und Hintergründe "Patient und Politik" 4(2008, Basis- und Hintergrundwissen, Wyeth Pharma.
KBV, G-BA und alle wichtigen Spitzenverbänden Aktuelle Pressemeldung
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