IQWiG: Neue Erkenntnisse zum Nutzen der Knochendichtemessung (Osteodensitometrie)
Die Knochendichtemessung kann die Frauen erkennen, die durch eine gezielte Therapie Knochenbrüchen vorbeugen können. Studien mit ca. 20 000 Teilnehmern liefern die entsprechenden Hinweise auch für über 65-jährige Frauen ohne Vorfraktur.
Das IQWiG bewertete in einer Untersuchung im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) den Nutzen der Knochendichtemessung (Osteodensitometrie) für Frauen und Männer, bei denen noch keine für eine niedrige Knochendichte (Osteoporose) typische Fraktur aufgetreten ist.
Bislang wird die Knochendichtemessung von der Gesetzlichen Krankenversicherung nur bei Personen erstattet, bei denen es bereits zu Knochenbrüchen gekommen ist, die auf eine stark verminderte Knochendichte hinweisen.
Einige Fachgesellschaften empfehlen den Einsatz der Methode aber auch schon für Frauen und Männer, die zwar noch keinen Bruch erlitten haben, jedoch bestimmte Risikofaktoren für eine Fraktur aufweisen. Man hofft, durch eine vorbeugende Behandlung das Risiko für Brüche vermindern zu können.
Der G-BA hat deshalb das IQWiG beauftragt, den Nutzen der Knochendichtemessung gezielt für Frauen und Männer zu bewerten, bei denen noch keine für eine niedrige Knochendichte typische Fraktur aufgetreten ist
Am 22.12.2009 hat das Institut seine vorläufigen Ergebnisse publiziert. Demnach liefern Studien an Frauen über 65 Jahren Hinweise, dass die Knochendichtemessung Frauen erkennt, die durch eine Behandlung ihr Risiko für bestimmte Knochenbrüche senken können.
Geringe Knochendichte erhöht auch bei Männern das Risiko für Brüche
Der Zusammenhang zwischen niedriger Knochendichte und erhöhtem Frakturrisiko ist für Frauen nach den Wechseljahren seit Mitte der 90er Jahre wiederholt nachgewiesen worden. Weniger klar war dies bei Männern. Wie der IQWiG-Vorbericht zeigt, liefern Studien auch bei Männern Belege für einen statistischen Zusammenhang zwischen erniedrigter Knochendichte und einem erhöhten Risiko für Frakturen, wenn die Knochendichte mit dem DXA-Test am Schenkelhals erhoben wurde.
Pressemitteilung des IQWiG Pressemitteilung
Vollständiger Vorbericht des IQWiG Vorbericht
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