Viel versprechendes Osteoporosemedikament von AMGEN


Weltweite Vermarktung von Denusomab: AMGEN und GSK schließen Partnerschaft
Kategorie: Wirtschaft

AMGEN und GSK vermarkten das neue Osteoporosemedikament Denosumab gegen die Postmenopausale Osteoporose gemeinsam.

Der Biotechnologiekonzern Amgen hat an seinem Firmensitz in Kalifornien angekündigt, sein neues Osteoporose Medikament "Denosumab" mit dem britischen Pharmakonzern GSK (GlaxoSmithKline) gemeinsam zu vermarkten.

„Durch die Partnerschaft mit GlaxoSmithKline kann Amgen die Patienten in Europa und auf der ganzen Welt mit Denosumab versorgen. Eine internationale Vermarktung des Präparats im Alleingang wäre weitaus weniger effektiv ausgefallen“, so der CEO von Amgen, Kevin Sharer.

Amgen behält nach eigenen Angaben für das Mittel, das zur Behandlung von Osteoporose und bei onkologischen Indikationen eingesetzt werden soll, die alleinigen Vermarktungsrechte in den USA und Kanada. Dies gilt auch für alle onkologischen Indikationen in Europa und in bestimmten Märkten.

Die notwendigen Zulassungen vorausgesetzt, werden Amgen und GlaxoSmithKline in Europa, Australien, Neuseeland und Mexiko das Medikament mit der Indikation zur Behandlung gegen Osteoporose gemeinsam vermarkten und sich die Gewinne dann teilen. In China, Brasilien, Indien und Südkorea werde GSK dann Denosumab alleine vertreiben, teilte Amgen im Anschluss an die Veröffentlichung der aktuellen Quartalszahlen weiter mit. Auf diesen Wachstumsmärkten fehlt es Amgen an entsprechender Präsenz.

Von der gemeinsamen Vermarktung mit GSK unberührt bleibt nach Unternehmensangaben die im Juli 2007 mit Daiichi Sanky für Japan getroffene Absprache, die die Vermarktungs- und Entwicklungsrechte für Denusomab für die postmenopausale Osteoporose und die Onkologie und weiterer mögliche Indikationen betrifft und regelt.

Amgen hatte erst vor einigen Wochen mitgeteilt, dass Denosumab in einer Studie bei 2.049 Patientinnen mit fortgeschrittenem Brustkrebs Knochen-Komplikationen reduziert oder verzögert hat. In der Phase-III-Studie (Head to Head) soll laut Amgen Denosumab besser gewirkt haben als Zometa vom schweizerischen Pharmakonzern Novartis. „Denusomab hat gezeigt, dass es schwerwiegende Komplikationen von Knochenmetastasen bei Brustkrebspatienten verzögert oder reduziert hat und besser als die bisherige Standardtherapie wirkt“, so Amgen.

Analysten trauen dem Novartis Konkurrenmedikament Zometa Blockbuster Qualitäten und somit ein jährliche Umsätze in Milliardenhöhe zu (unter dem Handelsnamen Aclasta wird das Medikament von Novartis für Osteologische Indikationen, unter Zometa für onkologische Indikationen vertrieben).

Die Experten von der UBS erwarten für 2011 einen Denosumab-Umsatz von 1,15 Mrd USD, der bis 2013 auf 2,67 Mrd USD steigen könnte. Amgen wartet derzeit auf die Zulassung von Denosumab zur Behandlung von Osteoporose auf dem US-Markt. Voraussichtlich am 13. August will sich die FDA mit Denosumab zum Einsatz bei Osteoporose befassen.

27.07.2009, Thousan Oaks, www.amgen.com
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