Der Knochen hat keine Lobby !
Osteoporoseexperten aus Europa und den USA trafen sich in München
Kategorie: Gesundheit
Der Knochen hat keine Lobby !
Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose e.V. (BfO) Osteoporoseexperten aus Europa und den USA trafen sich erstmals in München, um Erfahrungen über diese fortschreitende Volkskrankheit auszutauschen.
In Deutschland sind fast 8 Millionen Menschen von der schmerzhaften Osteoporose betroffen. An dieser Knochenerkrankung leiden nicht nur Senioren, sondern vermehrt Berufstätige und auch immer mehr Jugendliche.
Unter Osteoporose versteht man den raschen Abbau der Knochenmasse und Knochensubstanz. Dadurch entsteht eine erhöhte Bruchgefahr aller Knochen, besonders aber der Wirbelkörper und des Oberschenkelhalses.
Umdenken ist gefordert - Osteoporose ist keine Alterskrankheit
Osteoporose ist keineswegs eine Seniorenkrankheit, so Professor Dr. Reiner Bartl vom Osteoporosezentrum der Universität München. Durch den Mangel an Bewegung sowie falsche einseitige Ernährung erkranken die Menschen immer an Osteoporose. Sogar Jugendliche mit Osteoporosen seien in der Osteoporose-Ambulanz anzutreffen, so der Wissenschaftler. Die Ursachen sind meistens eine Bulimie (Magersucht) oder ein übertriebener Fast Food Genuss. Es reicht nicht, dass medizinische Leitlinien existieren, sie müssen auch umgesetzt werden.
Leitliniengerechte Behandlung für die Betroffenen
"Trotz vorliegender medizinischer Leitlinien werden die Betroffenen nicht richtig und ausreichend therapiert", bemängelt Professor Bartl. Nur 20 Prozent der Betroffenen erhalten eine leitliniengerechte medizinische und medikamentöse Versorgung. Die jährlichen Kosten einer leitliniengerechten Therapie liegen bei 281 Euro. Eine falsche oder nicht ausreichende Therapie kann einen Knochenbruch verursachen. Der Klinikaufenthalt mit anschließender Reha verschlingt aber etwa 10.000 Euro, so Bartl. Alleine schon aus Kostengründen sollten also Knochenbrüche vermieden werden. Präventionsprogramme zur Osteoporose notwendig.
Osteoporose Behandlung im Vergleich
In Deutschland wird diese Erkrankung bisher von den Politikern ignoriert. Nicht jedoch in den zahleichen europäischen Nachbarländern. In den Ländern, die entsprechende Präventionsprogramme aufgelegt haben, konnte auch die Frakturrate erheblich gesenkt werden. Für Deutschland könnten Kosten in Milliardenhöhe eingespart werden, wenn Patienten frühzeitig eine Knochendichtemessung erhalten - und anschließend eine entsprechende medikamentöse Therapie erhalten würden.
Erfolge durch aktive Selbsthilfe
Mit über 350 Selbsthilfegruppen werden in Deutschland fast zwanzigtausend Osteoporosekranke mit speziellen Trainingsangeboten betreut. Lobend sprach sich Leo Schargorodski, Washington, Direktor der National Osteoporosis Foundation über die Selbsthilfe Initiative des BfO aus. In den USA steckt die Selbsthilfe in den Kinderschuhen. Sie wird vielfach auf Initiative von Krankenschwestern in den Kliniken initiiert. Eine umfassende Betreuung der Betroffenen wie in Deutschland, mit Sport, Gymnastik und Ernährungsschulungen, fehlte in den USA. Ein besonderes Problem sei die Finanzierung der Medikamente. Hier würden viele Betroffene an der Finanzierung aufgrund fehlender Versicherungen scheitern.
Osteoporose darf nicht unterschätzt werden
Das Risiko heute an Osteoporose zu versterben ist genau so groß wie an Brustkrebs, so Gabriele Suppan, Initiatorin des DOP. SIe betonte weiterhin, dass Osteoporose keinesfalls eine reine Frauenkrankheit ist. Auf 5 betroffene Frauen kommen zwei bis drei Männer. Es ist an der Zeit, dass die Krankenkassen und die Politiker aufwachen und umdenken. Milliarden an Kosten ließen sich einsparen und die Lebensqualität von Millionen Menschen wäre erheblich verbessert.
Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose e.V. (BfO) Osteoporoseexperten aus Europa und den USA trafen sich erstmals in München, um Erfahrungen über diese fortschreitende Volkskrankheit auszutauschen.
In Deutschland sind fast 8 Millionen Menschen von der schmerzhaften Osteoporose betroffen. An dieser Knochenerkrankung leiden nicht nur Senioren, sondern vermehrt Berufstätige und auch immer mehr Jugendliche.
Unter Osteoporose versteht man den raschen Abbau der Knochenmasse und Knochensubstanz. Dadurch entsteht eine erhöhte Bruchgefahr aller Knochen, besonders aber der Wirbelkörper und des Oberschenkelhalses.
Umdenken ist gefordert - Osteoporose ist keine Alterskrankheit
Osteoporose ist keineswegs eine Seniorenkrankheit, so Professor Dr. Reiner Bartl vom Osteoporosezentrum der Universität München. Durch den Mangel an Bewegung sowie falsche einseitige Ernährung erkranken die Menschen immer an Osteoporose. Sogar Jugendliche mit Osteoporosen seien in der Osteoporose-Ambulanz anzutreffen, so der Wissenschaftler. Die Ursachen sind meistens eine Bulimie (Magersucht) oder ein übertriebener Fast Food Genuss. Es reicht nicht, dass medizinische Leitlinien existieren, sie müssen auch umgesetzt werden.
Leitliniengerechte Behandlung für die Betroffenen
"Trotz vorliegender medizinischer Leitlinien werden die Betroffenen nicht richtig und ausreichend therapiert", bemängelt Professor Bartl. Nur 20 Prozent der Betroffenen erhalten eine leitliniengerechte medizinische und medikamentöse Versorgung. Die jährlichen Kosten einer leitliniengerechten Therapie liegen bei 281 Euro. Eine falsche oder nicht ausreichende Therapie kann einen Knochenbruch verursachen. Der Klinikaufenthalt mit anschließender Reha verschlingt aber etwa 10.000 Euro, so Bartl. Alleine schon aus Kostengründen sollten also Knochenbrüche vermieden werden. Präventionsprogramme zur Osteoporose notwendig.
Osteoporose Behandlung im Vergleich
In Deutschland wird diese Erkrankung bisher von den Politikern ignoriert. Nicht jedoch in den zahleichen europäischen Nachbarländern. In den Ländern, die entsprechende Präventionsprogramme aufgelegt haben, konnte auch die Frakturrate erheblich gesenkt werden. Für Deutschland könnten Kosten in Milliardenhöhe eingespart werden, wenn Patienten frühzeitig eine Knochendichtemessung erhalten - und anschließend eine entsprechende medikamentöse Therapie erhalten würden.
Erfolge durch aktive Selbsthilfe
Mit über 350 Selbsthilfegruppen werden in Deutschland fast zwanzigtausend Osteoporosekranke mit speziellen Trainingsangeboten betreut. Lobend sprach sich Leo Schargorodski, Washington, Direktor der National Osteoporosis Foundation über die Selbsthilfe Initiative des BfO aus. In den USA steckt die Selbsthilfe in den Kinderschuhen. Sie wird vielfach auf Initiative von Krankenschwestern in den Kliniken initiiert. Eine umfassende Betreuung der Betroffenen wie in Deutschland, mit Sport, Gymnastik und Ernährungsschulungen, fehlte in den USA. Ein besonderes Problem sei die Finanzierung der Medikamente. Hier würden viele Betroffene an der Finanzierung aufgrund fehlender Versicherungen scheitern.
Osteoporose darf nicht unterschätzt werden
Das Risiko heute an Osteoporose zu versterben ist genau so groß wie an Brustkrebs, so Gabriele Suppan, Initiatorin des DOP. SIe betonte weiterhin, dass Osteoporose keinesfalls eine reine Frauenkrankheit ist. Auf 5 betroffene Frauen kommen zwei bis drei Männer. Es ist an der Zeit, dass die Krankenkassen und die Politiker aufwachen und umdenken. Milliarden an Kosten ließen sich einsparen und die Lebensqualität von Millionen Menschen wäre erheblich verbessert.
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