Längere Therapie mit Teriparatid möglich
Teriparatid hat die Zulassung für die Verlängerung der Behandlungsdauer von maximal 18 auf 24 Monate erhalten.
Patienten mit hohem Frakturrisiko profitieren von dieser verlängerten osteoanabolen Therapie
Teriparatid ist für die Behandlung der Osteoporose bei postmenopausalen Frauen und bei Männern mit hohem Frakturrisiko sowie zur Behandlung der mit einer systematischen Langzeit-Glucocorticoidtherapie assoziierten Osteoporose bei prä- und postmenopausalen Frauen und bei Männern mit hohem Frakturrisiko zugelassen.
Behandlungsdauer verlängert
Bei postmenopausalen Frauen wurde eine signifikante Reduktion der Inzidenz vertebraler und extravertebraler Frakturen, aber nicht von Hüftfrakturen, nachgewiesen. Die insgesamt maximale Therapiedauer mit Teriparatid beträgt nun 24 Monate. Diese Therapie über zwei Jahre sollte im Laufe des Lebens beim gleichen Patienten nicht wiederholt werden. Nach Beendigung der Therapie kann die Osteoporosebehandlung mit anderen Osteoporosetherapeutika fortgeführt werden.
Studie
Grundlage für die nun erteilte Zulassungserweiterung der Behandlungsdauer sind Daten der paneuropäischen Studie Eurofors (European Study of Forsteo), die die Wirksamkeit verschiedener Therapiesequenzen mit Teriparatid und Antiresorptiva bei vorbehandelten und therapienaiven Patienten untersuchte. Eingeschlossen waren und 500 postmenopausale Frauen mit verminderter Knochenmineraldichte und mindestens einer vorbestehenden osteoporotischen Fraktur, die das Parathormonfragment Teriparatid über einen Zeitraum von 24 Monaten erhielten.
Ergebnisse
87% der Teilnehmerinnen, die über 24 Monate Teriparatid erhielten, waren vor ihrem Einschluss in die Studie antiresorptiv mit Alendronat (60%) und anderen Bisphosphonaten vorbehandelt worden. Ein Großteil der vorbehandelten Patientinnen hatte unter dieser antiresorptiven Therapie über mindestens zwölf Monate entweder mindestens eine neue Fraktur erlitten oder es war unter einer mindestens zweijährigen Vortherapie zu einem Absinken der Knochenmineraldichte gekommen. Die Auswertung der Studie zeigt, dass gerade für vorbehandelte Patientinnen eine zusätzliche osteoanabole Therapie mit Teriparatid über sechs Monate von Nutzen sein kann: Knochen, der insbesondere nach einer Bisphosphonat-Langzeitbehandlung stark mineralisiert sein kann, wird abgebaut und durch neue, zunächst noch schwach mineralisierte Knochensubstanz ersetzt. Im Laufe der Therapie wird dieses neue Knochengewebe dann weiter mineralisiert, was sich im Anstieg der Knochenmineraldichte wieder spiegelt
Presseinformation 24.03.2009; Lilly Deutschland GmbH
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