1 x jährlich besser als 1 x täglich
HORIZON Studie: Osteoporose und Bisphosphonate-Einmal jährlich bringt offensichtlich die besseren Ergebnisse als einmal täglich
Kategorie: Gesundheit
Therapietreue macht sich bemerkbar. Osteoporose und Bisphosphonate: Einmal jährlich besser als einmal täglich.
Die aktuell veröffentlichte HORIZON-Studie zeigt, dass eine Infusion einmal pro Jahr mit Zoledronsäure die Knochenmineraldichte (BMD) deutlicher erhöht als die gegenwärtige Standardtherapie mit einmal pro Tag oral verabreichten Bisphosphonaten.
Therapietreue
In Studien konnte nachgewiesen werden, dass die Gabe von oralen Bisphosphonaten die BMD erhöht und das Knochenbruchrisiko verringert. In Abhängigkeit von Akzeptanz und Befolgung der ärztlich verordeten Therapie (Compliance) fallen die Ergebnisse gegebenenfalls schlechter aus.
Bei Frauen mit postmenopausaler Osteoporose, die mit Bisphosphonaten behandelt wurden, wurde ein Zusammenhang zwischen schlechter Therapiebefolgung und einem erhöhten Frakturrisiko dokumentiert. Zoledronsäure ist zwar auch ein Bisphosphonat, ist jedoch deutlich leistungsfähiger und muss nur einmal jährlich infundiert werden.
Studie
In dieser randomisierten kontrollierten Studie verglich das HORIZON-Forschungsteam die Effekte der Zoledronsäure mit Standard-Bisphosphonaten bei 833 Patienten in 54 quer über 12 europäische Länder, Australien, Hongkong, Israel und den USA verteilten Zentren. Die alle mit Glukokortikoiden behandelten Patienten erhielten per Zufallsverfahren eine einmalige intravenöse Infusion mit 5 Milligramm Zoledronsäure (416 Patienten) oder täglich 5 Milligramm des Standardbisphosphonats Risedronat (417 Patienten). Die Patienten wurden Untergruppen zugeordnet, je nachdem, wie lange sie bereits mit Glukokortikoiden behandelt wurden: länger als drei Monate (die behandelte Gruppe – 272 Patienten mit Zoledronsäure/273 mit Risedronat); oder weniger als drei Monate (die vorbeugende Gruppe – pro Medikament jeweils 144 Patienten). Die Studie untersuchte die Verbesserungen des BMD in der Lendenwirbelsäule.
Ergebnissse und Nebenwirkungen
Der BMD in der behandelten Gruppe bei den Zoledronsäure-Patienten stieg um durchschnittlich 4,1 Prozent, verglichen mit 2,7 Prozent bei den Risedronat-Patienten. In der vorbeugenden Gruppe erhöhte Zoledronsäure den BMD um 2,7 Prozent, Risedronat um 2,0 Prozent. Allerdings traten in der Zoledronsäure-Gruppe unerwünschte Ereignisse häufiger auf, vor allem hervorgerufen durch vorübergehende Symptome nach den ersten drei Tagen nach der Infusion. Ernsthafte unerwünschte Ereignisse waren die Verschlechterung der Symptome der rheumatoiden Arthritis in der Behandlungsgruppe, sowie Fieber in der vorbeugenden Gruppe. Die Autoren folgern dennoch, dass Zoledronsäure ein akzeptables Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil habe.
Die Forschergruppe
Richtlinien empfehlen die Verschreibung von Risedronat oder Alendronat bei vielen Glukokortikoid-behandelten Patienten, die ein erhöhtes Frakturrisiko haben. Die aktuelle Studie hat jedoch gezeigt, dass eine einmalige intravenöse Infusion mit Zoledronsäure einen höheren Anstieg der nochenmineraldichte und einen schnelleren und nachhaltigeren Rückgang des Knochenumbaus erzielt als täglich verabreichtes Risedronat.
Der Effekt der Zoledronsäure auf die prozentuale Veränderung des BMD und die Gesamtrate der Wirbelkörperfrakturen deutet an, dass eine weit größere Studie als die vorliegende notwendig ist, um festzustellen, ob die Veränderungen der Knochenmineraldichte und des Knochenumbaus zu einer deutlicheren Verringerung des Frakturrisikos führen.
Die einmalig jährliche Infusion von Zoledronsäure hat offensichtlich Vorteile gegenüber der oralen Therapie zu haben. Die die beste Strategie der Dosierung der Zoledronsäure hinsichtlich der Kosteneffizienz und Sicherheit langfristiger Maßnahmen bei Glukokortikoid-induzierter Osteoporose ist noch nicht bekannt., obgleich dies insbesondere wichtig mit Blick auf langfristige Wirkung der Zoledronsäure und Bedenken über mögliche schädliche Wirkungen einer langfristigen schädlichen Unterdrückung (Oversuppression) des Knochenumbaus."
Lancet 2009; 373: 1253 - 1263
David M. Reid et al.. Zoledronic acid and risedronate in the prevention and treatment of glucocorticoid-induced osteoporosis (HORIZON): a multicentre, double-blind, double-dummy, randomised controlled trial.
Die aktuell veröffentlichte HORIZON-Studie zeigt, dass eine Infusion einmal pro Jahr mit Zoledronsäure die Knochenmineraldichte (BMD) deutlicher erhöht als die gegenwärtige Standardtherapie mit einmal pro Tag oral verabreichten Bisphosphonaten.
Therapietreue
In Studien konnte nachgewiesen werden, dass die Gabe von oralen Bisphosphonaten die BMD erhöht und das Knochenbruchrisiko verringert. In Abhängigkeit von Akzeptanz und Befolgung der ärztlich verordeten Therapie (Compliance) fallen die Ergebnisse gegebenenfalls schlechter aus.
Bei Frauen mit postmenopausaler Osteoporose, die mit Bisphosphonaten behandelt wurden, wurde ein Zusammenhang zwischen schlechter Therapiebefolgung und einem erhöhten Frakturrisiko dokumentiert. Zoledronsäure ist zwar auch ein Bisphosphonat, ist jedoch deutlich leistungsfähiger und muss nur einmal jährlich infundiert werden.
Studie
In dieser randomisierten kontrollierten Studie verglich das HORIZON-Forschungsteam die Effekte der Zoledronsäure mit Standard-Bisphosphonaten bei 833 Patienten in 54 quer über 12 europäische Länder, Australien, Hongkong, Israel und den USA verteilten Zentren. Die alle mit Glukokortikoiden behandelten Patienten erhielten per Zufallsverfahren eine einmalige intravenöse Infusion mit 5 Milligramm Zoledronsäure (416 Patienten) oder täglich 5 Milligramm des Standardbisphosphonats Risedronat (417 Patienten). Die Patienten wurden Untergruppen zugeordnet, je nachdem, wie lange sie bereits mit Glukokortikoiden behandelt wurden: länger als drei Monate (die behandelte Gruppe – 272 Patienten mit Zoledronsäure/273 mit Risedronat); oder weniger als drei Monate (die vorbeugende Gruppe – pro Medikament jeweils 144 Patienten). Die Studie untersuchte die Verbesserungen des BMD in der Lendenwirbelsäule.
Ergebnissse und Nebenwirkungen
Der BMD in der behandelten Gruppe bei den Zoledronsäure-Patienten stieg um durchschnittlich 4,1 Prozent, verglichen mit 2,7 Prozent bei den Risedronat-Patienten. In der vorbeugenden Gruppe erhöhte Zoledronsäure den BMD um 2,7 Prozent, Risedronat um 2,0 Prozent. Allerdings traten in der Zoledronsäure-Gruppe unerwünschte Ereignisse häufiger auf, vor allem hervorgerufen durch vorübergehende Symptome nach den ersten drei Tagen nach der Infusion. Ernsthafte unerwünschte Ereignisse waren die Verschlechterung der Symptome der rheumatoiden Arthritis in der Behandlungsgruppe, sowie Fieber in der vorbeugenden Gruppe. Die Autoren folgern dennoch, dass Zoledronsäure ein akzeptables Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil habe.
Die Forschergruppe
Richtlinien empfehlen die Verschreibung von Risedronat oder Alendronat bei vielen Glukokortikoid-behandelten Patienten, die ein erhöhtes Frakturrisiko haben. Die aktuelle Studie hat jedoch gezeigt, dass eine einmalige intravenöse Infusion mit Zoledronsäure einen höheren Anstieg der nochenmineraldichte und einen schnelleren und nachhaltigeren Rückgang des Knochenumbaus erzielt als täglich verabreichtes Risedronat.
Der Effekt der Zoledronsäure auf die prozentuale Veränderung des BMD und die Gesamtrate der Wirbelkörperfrakturen deutet an, dass eine weit größere Studie als die vorliegende notwendig ist, um festzustellen, ob die Veränderungen der Knochenmineraldichte und des Knochenumbaus zu einer deutlicheren Verringerung des Frakturrisikos führen.
Die einmalig jährliche Infusion von Zoledronsäure hat offensichtlich Vorteile gegenüber der oralen Therapie zu haben. Die die beste Strategie der Dosierung der Zoledronsäure hinsichtlich der Kosteneffizienz und Sicherheit langfristiger Maßnahmen bei Glukokortikoid-induzierter Osteoporose ist noch nicht bekannt., obgleich dies insbesondere wichtig mit Blick auf langfristige Wirkung der Zoledronsäure und Bedenken über mögliche schädliche Wirkungen einer langfristigen schädlichen Unterdrückung (Oversuppression) des Knochenumbaus."
Lancet 2009; 373: 1253 - 1263
David M. Reid et al.. Zoledronic acid and risedronate in the prevention and treatment of glucocorticoid-induced osteoporosis (HORIZON): a multicentre, double-blind, double-dummy, randomised controlled trial.
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