Österreichisch-deutsche Forschergruppe: Eiweiße schützen vor Osteoporose
Osteoporose: Schuld sind nicht allein die Wechseljahre!
Kategorie: Gesundheit
Österreichisch-deutsches Forscherteam entdeckte neue Erklärungen für die Entstehung der Volkskrankheit Osteoporose: Eiweiße steuern Reifungsprozess der Knochenfresszellen
Osteoporose führt alleine in Deutschland zu jährlich 120.000 Schenkelhalsbrüche. Bei Gesamtkosten von etwa 20.000 Euro pro Patient ensteht Aufwand für die Gesellschaft ein Aufwand in Milliardenhöhe.
Der Osteoporose Entstehung auf der Spur
Der wichtigste Befund des an der Medizinischen Universität Wien angesiedelten sowie von den Universitäten Münster und Regensburg unterstützten Forschungsprojektes: Bei Patienten mit Osteoporose wird die Reifung der Knochenfresszellen, so genannter Osteoklasten, wesentlich dadurch bestimmt, dass diese Zellen empfindlicher für Signale sind, die ihre Reifung auslösen. Die Zellen haben Eiweiße auf ihrer Oberfläche, die wie Antennen funktionieren und entsprechende Signale empfangen können. Das wichtigste dieser Eiweiße heißt RANK. Es steuert ganz zentral die Entstehung von Osteoklasten im Knochen und trägt damit unmittelbar zum Knochenabbau bei - gerade auch bei Osteoporose. Wird umgekehrt RANK nicht oder nur gering gebildet, sind also die "Antennen" der Zellen nicht ausgefahren, kommt es trotz niedriger Hormonspiegel und der damit verbundenen Veränderungen nicht zur Bildung der Knochenfresszellen.
Eiweiße steuern Reifungsprozess der Knochenfresszellen
Die jetzt veröffentlichte Arbeit des internationalen Forscherteams zeigt einen bisher unbekannten, aber offenbar zentralen Weg, über den RANK gebildet und somit das Ausfahren der "Antennen" reguliert wird: Die Wissenschaftler konnten erstmals nachweisen, dass ein bestimmtes Signaleiweiß, nämlich CCR2, zumindest in Mäusen an der Bildung von RANK zentral beteiligt ist und dass ein Fehlen von CCR2 die Tiere nachhaltig vor Osteoporose schützt.
Literaturangabe: Nature Medicine, 2009, March 29; doi:10.1038/nm1945
Pessetext.at Meldung
iwd Informationsdienst Wissenschaft
Osteoporose führt alleine in Deutschland zu jährlich 120.000 Schenkelhalsbrüche. Bei Gesamtkosten von etwa 20.000 Euro pro Patient ensteht Aufwand für die Gesellschaft ein Aufwand in Milliardenhöhe.
Der Osteoporose Entstehung auf der Spur
Der wichtigste Befund des an der Medizinischen Universität Wien angesiedelten sowie von den Universitäten Münster und Regensburg unterstützten Forschungsprojektes: Bei Patienten mit Osteoporose wird die Reifung der Knochenfresszellen, so genannter Osteoklasten, wesentlich dadurch bestimmt, dass diese Zellen empfindlicher für Signale sind, die ihre Reifung auslösen. Die Zellen haben Eiweiße auf ihrer Oberfläche, die wie Antennen funktionieren und entsprechende Signale empfangen können. Das wichtigste dieser Eiweiße heißt RANK. Es steuert ganz zentral die Entstehung von Osteoklasten im Knochen und trägt damit unmittelbar zum Knochenabbau bei - gerade auch bei Osteoporose. Wird umgekehrt RANK nicht oder nur gering gebildet, sind also die "Antennen" der Zellen nicht ausgefahren, kommt es trotz niedriger Hormonspiegel und der damit verbundenen Veränderungen nicht zur Bildung der Knochenfresszellen.
Eiweiße steuern Reifungsprozess der Knochenfresszellen
Die jetzt veröffentlichte Arbeit des internationalen Forscherteams zeigt einen bisher unbekannten, aber offenbar zentralen Weg, über den RANK gebildet und somit das Ausfahren der "Antennen" reguliert wird: Die Wissenschaftler konnten erstmals nachweisen, dass ein bestimmtes Signaleiweiß, nämlich CCR2, zumindest in Mäusen an der Bildung von RANK zentral beteiligt ist und dass ein Fehlen von CCR2 die Tiere nachhaltig vor Osteoporose schützt.
Literaturangabe: Nature Medicine, 2009, March 29; doi:10.1038/nm1945
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