Minimal-invasive Verfahren

Medtronic meldet anlässlich des Welt-Osteoporose Tag 2008 Rekordzahl von Behandlungen mit Ballon-Kyphoplastie

Seit 2000 mehr als 500.000 Wirbelbrüche mit dem minimal invasiven Verfahren behandelt. Weltweit haben sich schon mehr als 500.000 Patienten mit Wirbelkörperkompressionsfraktur (WKF) einer KYPHON® Ballon-Kyphoplastie unterzogen. Das hat der Hersteller Medtronic am heutigen Weltosteoporosetag bekannt gegeben. Die minimal invasive Therapie ist seit dem Jahr 2000 verfügbar. Der Grund für eine WKF ist meistens Osteoporose, eine Erkrankung, die die Knochen schwächt und anfällig für Brüche macht.

In den späten neunziger Jahren hat Kyphon die Ballon-Kyphoplastie entwickelt. Bei diesem innovativen Eingriff wird an der Bruchstelle der Wirbelsäule ein kleiner Ballon eingeführt, um deren ursprüngliche Form wiederherzustellen. Nachdem der Ballon wieder geleert und entfernt wurde, wird die so entstandene Höhle mit einem speziellen Knochenzement gefüllt, der ein inneres Stützkorsett bildet. Vor der Entwicklung dieser Methode gab es keine Behandlungsmöglichkeiten zur Korrektur dieser Deformation im gebrochenen Wirbelkörper.

„Bei schmerzhaften osteoporotischen Deckplatteneinbrüchen bringt die Verstärkung von Wirbelkörpern durch Knochenzement eine rasche Besserung der Beschwerden", sagte Professor Josef Georg Grohs von der Universitätsklinik für Orthopädie in Wien. „Mit der Ballonkyphoplastie kann bei frischen oder schlecht heilenden Brüchen sogar eine Aufrichtung des Wirbelkörpers von fünf bis zehn Grad möglich sein“, sagte Grohs.

„Wir freuen uns sehr, diesen Meilenstein an diesem besonderen Tag verkünden zu können, mit dem die Internationale Osteoporose-Stiftung mehr Bewusstsein für Osteoporose schaffen will“, erklärt Robert White, der für Kyphon-Produkte zuständige Präsident der Medtronic-Sparte Spinal and Biologics. „Es wurden weltweit nicht nur mehr als 500.000 Frakturen mit dieser Operationsmethode versorgt. Vielmehr haben die 12.000 Chirurgen, die wir auf der ganzen Welt für diesen Eingriff ausgebildet haben, bereits insgesamt 400.000 Patienten behandelt. Da immer mehr Chirurgen diese Methode beherrschen und immer mehr Patienten davon profitieren, gehen wir davon aus, dass dies die Standardbehandlung für WKF werden wird.“

In Europa, den USA und Japan sind etwa 75 Millionen Menschen von Osteoporose betroffen. Viele von ihnen leiden unter Knochenbrüchen, hauptsächlich in Hüfte, Oberarm oder Wirbelsäule. Die Erkrankung betrifft vor allem ältere Menschen. Der Internationalen Osteoporose-Stiftung (IOF) zufolge ist davon auszugehen, dass sich die Anzahl der Betroffenen in den nächsten zehn Jahren verdoppeln oder verdreifachen wird.

Anlässlich des Welt-Osteoporose-Tag startete die IOF eine zweijährige Kampagne unter dem deutschen Motto „Meine Knochen sind es mir wert!" (Englisch: „Stand Tall und Speak Out für Your Bones“). Ziel der Kampagne ist es, die Menschen zu ermutigen, sich bei den Verantwortlichen in ihren Ländern für die Anerkennung von Osteoporose als Gesundheitsproblem mit hoher Priorität einzusetzen. Des weiteren soll die Aktion die Krankenversicherungen dazu zu bringen, die Früherkennung zu unterstützen und eine Kostenerstattung für die Behandlung zu übernehmen.

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