Körpergröße
Erste Zeichen einer Osteoporose
Verlust von Körpergröße

Wenn bei einem Patienten eine Osteoporose vermutet wird, gehört es zur körperlichen Untersuchung durch den Arzt, den etwaigen
Verlust an Körpergröße (> 4 cm) sowie Fehlhaltungen oder Haltungsänderungen zu erfassen.
Haltungsänderungen, die durch die Osteoporose hervorgerufen werden können und zum Verlust von Körpergröße führen können: 
Es entsteht ein Hohlrundrücken. Die Brustwirbelsäule krümmt sich verstärkt nach hinten und die Lendenwirbelsäule krümmt sich verstärkt nach vorne. In schweren Fällen entsteht der sogenannte "Witwenbuckel".

Schultern und Kopf sind häufig starr nach vorne gestreckt. Durch diese Haltung entsteht eine verstärkte Krümmung der Halswirbelsäule. Beim Stehen beugen die Betroffenen die Knie stärker als normal. Das ist notwendig, damit sie das Gleichgewicht halten können.

Der Bauch ist schlaff und wölbt sich vor.

Im Rücken zeigen sich in der Haut schlaffe Querfalten, der sogenannte "Tannenbaumeffekt".

Betroffene können bis zu 20 Zentimeter kleiner werden. Das liegt vor allem daran, dass sich die Osteoporose vorwiegend an der Wirbelsäule zeigt. Durch die "verkürzte" Wirbelsäule und den vorgebeugten Körper entsteht der Eindruck, dass die Arme zu lang sind.

Beim Verlust von Körpergröße und daraus resultierenden Haltungsänderungen können sich bei einer Seitwärts Neigung Rippenbogen und Beckenkamm schmerzhaft berühren. Der normale Rippen- Becken- Abstand, der etwa 4 Querfinger beträgt, hat sich infolge der Osteoporose auf einen Abstand von etwa 2 Querfinger verkürzt.