Osteoporose

Was ist Osteoporose?

Osteoporose definiert sich durch die Veränderung von Knochenmasse, -qualität, und -struktur, bedingt durch endokrin metabolische und /oder biomechanische Funktionsstörungen im Skelettsystem. Schon Bagatellverletzungen können zu Frakturen führen.

Man unterscheidet zwischen der am häufigsten auftretenden Form der primären Osteoporose (95%) und der selteneren sekundären Osteoporose (5%).

Therapie
1. Medikamente (Schmerztherapie nach WHO)
2. Ernährung
3. Bewegung
4. Sturzprophylaxe

Pharmakotherapie
Nach den Leitlinien des DVO werden empfohlen:·
Bisphosphonate (Alendronat, Ibandronat und

Risedronat, (Handelsnamen Fosamax®, Fosavance®, Bonviva®; und Actonel®)·

Selektive ÖstrogenRezeptorModulatoren (SERM):

Raloxifen (Handelsname Evista ®) (nur zur Verhinderung von Wirbelkörperfrakturen)oder·

Parathormon (Parathormon, Handelsname Preotact® und Teriparatid = Parathormonanalogon, für
Spezialindikationen, Handelsname Forsteo®)·

Strontiumranelat (Zulassung von Protelos® seit 2004; die Knochendichtemessungen zeigen durch die Einlagerung von Strontium höhere Werte, was aber für die Verlaufsbeurteilung in der Praxis nicht relevant ist). Aktuell liegen für Strontiumranelat die längsten kontrollierten klinischen Untersuchungen vor.

Auch in Verwendung, jedoch nicht vom DVO empfohlen sind·
Calcitonin, kaum noch verwendet, der Nutzen ist schlecht belegt. Außerdem kommt es meistens zu schweren Allergiesymptomen bei der Behandlung.·

STH (Wachstumshormon), kein Nutzen belegt; evtl. problematische Nebenwirkungen.·

Fluoride (veraltet; entwickelt harte, aber spröde Knochen, die Stabilität wird nicht besser)·

Östrogene werden seit der Kritik an der Hormonersatztherapie nur eingeschränkt für diese Indikation verwendet.·

Vitamin D-Metabolite wie 1-alpha- oder 1,25-Dihydroxy-Vitamin D (Nutzen bei postmenopausaler Osteoporose nicht eindeutig belegt, teuer, problematische Nebenwirkungen;

1,25-Vitamin D (Calcitriol) ist wirksam und indiziert bei bestimmten Knochenerkrankungen im Rahmen fortgeschrittener Nierenerkrankungen).

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Im Vordergrund stehen natürlich weiterhin die eigenen medizinischen Fähigkeiten, medizinischer Nutzen und Relevanz für den Patienten.

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