Risikofaktoren
Risikofaktoren für Osteoporose
Erbliche Vorbelastungen spielen die größere Rolle. Bewegung und Ernährung - die den Lebensstil prägenden Schlüsselfaktoren.
Die genetischen Ursachen sind (60-80 % der Risikofaktoren sind genetisch bedingt):graziler Körperbau
niedriges Körpergewicht
Osteoporose der Eltern,
Geschwister
Die Lebensstil Faktoren sind (20-40% durch Ernährung, Umwelt, Lebensstil):
Rauchen
übermäßiger Alkoholkonsum
Bewegungsmangel (körperliche Ruhe, längere Immobilisationsphasen (z.B. wg Krankheit))
Kalzium arme Ernährung
Phosphatbelastung
Phytin reiche Ernährung (viele Rohgetreide, z. B. Hirse, sind sehr phytinreich. Phytinsäure bindet z. B. Kalzium, Zink und Eisen. D.h., Mineralstoffe stehen dann dem Menschen zur Ernährung nicht mehr zur Verfügung stehen bzw. nur dann, wenn durch Einweichen, Keimen oder Erhitzen (Kochen, Backen) diese negative Wirkung aufgehoben wird).
Vitamin D - Mangel
Zu wenig Sonnenlicht (Aufenthalt im Freien)
Seltenere Risikofaktoren: excessiver Leistungssport junger Frauen, chronisch entzündliche Darmkrankheiten, einseitige Ernährung (wie Verzicht auf tierische Proteine), regelmäßige Einnahme von Abführmitteln, Funktionsstörungen verschiedener Drüsen (Überfunktionion Schilddrüse, der Nebenschilddrüsen oder der Nebennieren, Unterfunktion der Bauchsspeicheldrüse).
Aus der Kenntnis der Risikofaktoren ergeben sich folgende Maßnahmen (Therapie und Prophylaxe; in Klammern das jeweilige Lebensalter)
Basismaßnahmen
(Ende 30)
Veränderung des Lebensstils, Bekämpfung der Risikofaktoren, Einnahme von Kalzium und Vitamin D
(Ende 50, Anfang 60)
Sturzprophylaxe
(Anfang 70, Mitte 70)
Hüftprotektion
Spezifische Therapie
(Anfang 50, Mitte 50)
HRT
Bisphosphonate
SERM`s
PTH
Alternativen - bei spezieller Indikation
(Anfang 50, Mitte 50)
Calcitonin
(Ende 50, Anfang 60)
Vitamin-D-Metabolite
(Mitte 70)
Anabolika
(Ende 50, Anfang 60)
Fluoride
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