Osteoporose Prävalenz Inzidenz
Osteoporose in Europa: Für viele Betroffene ist das Pflegeheim die Endstation!
Osteoporose betrifft Millionen Menschen auf der ganzen Welt. Alleine 75 Millionen in Europa, USA und Japan und hat beträchtlichen Einfluss auf Morbidität und Mortalität.
Prävalenz
Inzidenz
In Europa ist die Inzidenz von Hüftfrakturen von 2001 bis 2007 um 30 bis 100 Prozent angestiegen. Wirbelkörperfrakturen treten bei 10 bis 24 Prozent aller Männer und Frauen über 50 Jahren auf; mit zunehmendem Alter erhöht sich die Inzidenz dramatisch. Die Prävalenz von Wirbelkörperfrakturen in der Gruppe der 50- bis 54-Jährigen wird auf 5 Prozent bei Frauen und 10 Prozent bei Männern geschätzt.
Bis zum Alter von 75 Jahren steigt die Prävalenz auf 25 beziehungsweise 18 Prozent. Allerdings bleiben etwa ein Drittel aller Wirbelsäulenfrakturen in Europa unerkannt, so dass die tatsächliche Prävalenz noch höher liegen dürfte. Eine osteoporotische Fraktur in der Anamnese erhöht das Risiko für weitere Frakturen.
Osteoporose – Folgen für Körper und Psyche
Osteoporose-bedingte Frakturen schränken die Beweglichkeit Betroffener häufig langfristig oder gar dauerhaft ein und beeinträchtigen das Alltagsleben teilweise erheblich. Frauen über 45 Jahre verbringen wegen Osteoporose mehr Tage im Krankenhaus als aufgrund vieler anderer Erkrankungen, einschließlich Diabetes, Myokardinfarkt und Brustkrebs. Von den Patienten mit Hüftfrakturen lebt etwa ein Drittel ein Jahr nach dem Ereignis in Pflegeheimen.
Schmerzen, Behinderung und Verlust der Selbstständigkeit beeinträchtigen auch das mentale Wohlbefinden von Osteoporose-Patienten und verringern ihre Lebensqualität beträchtlich: Etwa
40 Prozent der Osteoporose-Patientinnen leiden unter Symptomen einer Depression
41 Prozent berichten über eine Verschlechterung ihrer Lebensqualität
50 Prozent der Osteoporose-Patientinnen leiden unter Schmerzen, 26 Prozent von ihnen mehr als 10 Stunden täglich.
Abschätzung des Frakturrisikos
Da die erste Osteoporose-bedingte Fraktur das Risiko für weitere Knochenbrüche erhöht, ist es sehr wichtig, Risikopatienten frühzeitig zu erkennen. Risikofaktoren sind u.a. Lebensalter, Geschlecht oder proximale Femurfrakturen bei der eigenen Mutter oder dem eigenen Vater. Die Identifizierung und Behandlung von Personen, die ein hohes Risiko für osteoporotische Frakturen tragen ist unabdingbar, um die Morbidität und Mortalität durch Osteoporose zu reduzieren.
Literatur
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