Morbus Paget
Morbus Paget: neben der Osteoporose die zweithäufigste Stoffwechselerkrankung des Knochens.
Die Krankheit ist eine gutartige, chronische Erkrankung des Knochens mit erhöhtem Umbau des Knochens.
Meist lokal begrenzt, kann sie unbehandelt zu Verdickungen und Verformungen des Knochens führen. Folgen können sein eine eingeschränkte Belastbarkeit sowie chronische Schmerzen und Frakturen.Wer ist betroffen?
Morbus Paget (Osteodystrophia deformans), eine Krankheit, von der in Westeuropa insgesamt etwa 1-3% der Bevölkerung betroffen ist, verläuft meist ohne Symptome. Sie wird daher oft nur als Zufallsbefund bei einer Röntgenuntersuchung entdeckt. Die Krankheit (der Altersgipfel liegt bei ca. 60 Jahren), von der Männer häufiger als Frauen betroffen sind, tritt erst jenseits des 40. Lebensjahres auf.
Krankheitsursache
Die Krankheitsursache ist nicht sicher bekannt. Derzeit geht man von genetischen Ursachen bzw. einer Virusinfektion aus. Während eines jahrzehntelangen schleichenden Prozesses manifestiert sich in der Folge M. Paget. Lokal kommt es zu einer abnormen unkontrollierten Zunahme des Knochenabbaus durch Osteoklasten, reaktiv erfolgt durch Osteoblasten ein vermehrter, allerdings ungeordneter Knochenaufbau. Der neue Knochen ist weicher und schwächer; Verformungen und Frakturen sind die Folgen.
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